Zukunft Haus! Welche Anforderungen werden an mein Gebäude in Zukunft gestellt?

Hallo liebe Leser,

 

wie könnte die Anforderung an ein Gebäude sich in den kommenden Jahren verändern? Solltest man sich heute schon darüber Gedanken machen?

 

Du errichtest dir einen Neubau oder du sanierst dein Gebäude umfangreich, dies ist in dieser Überlegung nicht von entscheidender Bedeutung.

 

Zuerst stellte ich mir die Frage was ist dem Kunden am Tag seiner Entscheidung, ob er ein Projekt verwirklicht, wichtig. Natürlich sind die Antworten bei einer Sanierung oder bei einem Neubau etwas unterschiedlich, aber am Ende stehen doch die gleichen Aussagen.

 

 

  • Die Raumanforderung entsprechen meiner Vorstellung in den kommenden 10 - 15 Jahren (Familienplanung, Home Office, etc.).
  • Die Energiekosten können soweit gesenkt werden, das es sich in den aktuellen wirtschaftlichen Rahmen einfügt.
  • Das Gebäude entspricht dem aktuellen Stand der Technik.
  • Der Style des Gebäudes passt zu einem.
  • Das Projekt ist bezahlbar.

 

Es gibt an dieser Stelle bestimmt noch den ein oder anderen Punkt den man hinzufügen könnte aber ich denke die Hauptpunkte sind aufgelistet. 

Sollte nicht weitergedacht werden?

Wenn man sich also für ein Projekt entschieden hat, das zu sich und seiner Familie beziehungsweise zu seiner Familienplanung passt, den aktuellen Raumbedarf deckt und zu guter letzt, und dies ist auch in der Regel einer der wichtigsten Punkte, sich in das Finanzbudget einfügt. Dann hat man alles beachtet? Sollte hier nicht etwas weitergedacht werden? 

 

An dieser Stelle hat man sich doch zu einer großen finanziellen Verantwortung für die nächsten 20 - 30 Jahren verpflichtet.

Ist es dem Bauherren noch möglich das Haus der Zukunft anzupassen? Ich denke ein Großteil der Gebäude sind für die Zukunft vorbereitet. Natürlich baut man für das hier und jetzt, aber mit ein paar grundlegenden Entscheidungen in der Planungsphase kann man sich auf einiges vorbereiten. 

Ich denke an dieser Stelle sollten Sie Ihren Planer / Generalübernehmer auf dieses Thema vorbereiten. 

Was sind die Anforderung der Zukunft?

Doch was sind die Anforderung im Jahre 2030. Diese Frage kann ich natürlich nicht zu 100 % beantworten. Doch einige Dinge sind eindeutig erkennbar.

 

Die energetische Qualität des Gebäudes welches den heutigen Anforderungen entspricht, wird auch in 30 Jahren auf einem sehr guten Niveau sein. Wir sind mit einem Effizienzhaus 55 schon heute, bei einem Energiebedarf der sehr niedrig ist. Es wird daher aus wirtschaftlichen Gründen keine energetischen Sanierung mehr geben. Was ändert sich dann?

 

1. Das Nutzerverhalten

 

Was sich nach einem Zeitraum von 15-20 Jahren mit Sicherheit verändern wird, ist das Nutzerverhalten. Die Kinder werden erwachsen und die Anforderungen an die Räume werden eine andere sein. Sind die Kinder ausgezogen, kann ein Gebäude gleich zu groß sein. Wäre es möglich mein Haus von einem Einfamilienhaus in ein Haus mit zwei Wohnung umzurüsten? 

Na gut es möchte nicht jeder sein Eigenheim teilen, diesen Einwand muss man natürlich auch berücksichtigen. 

Dann wohnt man zu zweit in seinem Gebäude und hat eine passende Nutzung für sich gefunden. Dann nach weiteren 10-15 Jahren kommt man selbst in ein Lebensalter, an dem nicht mehr alles so einfach sein wird, beziehungsweise man die ein oder andere Beeinträchtigung haben könnte. Wäre es dann möglich mein Haus ohne große Umbaumaßnahme an mein Nutzerverhalten anzupassen? 

2. Die Technik und das smarte Leben

 

Was sich sogar sehr kurzfristig ändern wird ist der Umgang mit der Technik. Das Smart Home ist auf einem, in meinen Augen, unaufhaltsamen Wege. Die Vernetzung ist eines der größten Anforderungsprofile welches im Jahre 2016 gibt. Es scheint für den ein oder anderen noch eine innovative Lösung , was Sie im Jahre 2016, wohl auch noch zu sein scheint. Doch dies wird sich ändern. In einigen Jahren wird dies zum Standard. Sein Haus mit dem Smartphone zu bedienen können sich heute einige noch nicht vorstellen. "Zuviel Technik", "auch mal etwas ohne Handy tun" usw. Ich höre einige Gründe gegen das Bedienelement: Smartphone. Doch wenn man dem ganzen einen Schalter gibt, fühlt sich der Kunde heute gleich besser. Wenn man also die Komfortfunktionen in den Vordergrund bringt, kann sich der Nutzer vieles vorstellen. Alle Rollläden schließen, alle Lichter aus, alle Energieverbräuche zu erkennen und auszuschalten, vernetzte Rauchmelder, Urlaubsfunktionen und einiges mehr. Alle Vorzüge des Smart Home in Vordergrund zu stellen benötigt sicher mehr als einen Blog. Daher kurz zurück zum Thema. Sollte mein Haus dem Technikanspruch der Zukunft nicht heute schon entsprechen und erweiterbar sein? Natürlich gibt es Systeme zu nachrüsten, hier wäre insbesondere digitalstrom zu empfehlen, aber wenn Sie heute die Investition tätigen, ist ihr Haus heute schon für die Zukunft gerüstet, egal was sich die großen Konzerne noch so alles einfallen lassen um das smarte Leben und den damit verbundenen Lifestyle weiter zu entwickeln. Du bist dafür gerüstet. Der Sprung wird in meinen Augen so groß sein, wie vom Telefon mit Wählscheibe zum Smartphone, nur die Entwicklung wird wesentlich schneller gehen.

3. Die Haustechnik

 

Wenn man sich heute für ein Heizsystem entscheidet, sollte man sich immer vor Augen halten, dass die Lebenszeit des Wärmeerzeugers zwischen 15-20 Jahre sein wird, egal welcher Energieträger verwendet wird. Das bedeutet, das wir uns in 15-20 Jahren auch für eine neue Technik entscheiden könnten. Der aktuelle Trend der Heizsysteme ist der Trend zur Autarkie und dies ist in meinen Augen auch ein erstrebenswertes Ziel, nur leider heute noch nicht wirtschaftlich zu erreichen.

Wenn man Autarkie erzielen will, sollte man sich also selbst mit Energie versorgen können. Gas und Öl können wir Stand heute nicht selbst produzieren. Strom ist momentan schon recht einfach über eine Photovoltaikanlage zu erzeugen, nur lässt er sich noch nicht wirtschaftlich speichern. Mit Holz könnte man Autarkie erreichen, wenn man seinen eigenen Wald hat und man die Bäume selbst anpflanzen würde, dann wäre für mich auch dies unter dem Punkt autark zu Klassifizieren. Doch diesen Gedanken muss man nicht vertiefen. 

 

Wenn es also in einigen Jahren eine bessere Speichermöglichkeit geben würde beziehungsweise schon die aktuellen "Energiespeicher" etwas günstiger werden, kommt man in einigen Jahren schon auf eine Autarkiequote von bis zu 90 %. Ich gehe davon aus, dass es die größte Herausforderung sein wird die letzten 10% Autarkie hinzubekommen. Um diese Ziele heute schon zu erreichen, muss man sich hier schon einige Gedanken dazu machen. Kann sich also mein Haus den technischen Entwicklung der Zukunft anpassen? Kann ich einige Dinge vorbereiten, die mich heute nur ein paar Euro kosten?

 

 

 

4. Das Auto

 

Was hat mein Auto mit meinem Hausbau zu tun? Ich denke in Zukunft sehr viel. Das heutzutage noch leider mit einigen Startschwierigkeiten behaftete Elektroauto, wird sich in Zukunft durchsetzen. Unabhängig davon ob es ein Hybridsystem sein wird oder ob das Elektroauto rein elektrisch betrieben wird. Es wird sich durchsetzen. Die Überlegung heute, gehen sogar davon aus, dass mein Elektroauto sogar als kurzzeitiger Energiespeicher für mein Haus dienen könnte. Ob sich das Elektroauto durchsetzen wird, stellen viele meiner Kunden noch in Frage, wenn man sich aber die Investitionen in große neue Fabriken für Akkumulatoren von den Autoherstellern anschaut, ist die Antwort schon gegeben.

 

Kann sich also mein Haus den Entwicklungen der Zukunft anpassen. Ist alles soweit vorbereitet, das eine Ladestation im Keller oder in der Garage kein Problem darstellt!? 


Ist es möglich das mein Haus für alle oben genannten Punkte vorbereitet ist? Ja! Das ist möglich, man sollte zwar einige Vorbereitung treffen, so das sich das Gebäude weiterentwickeln kann, aber es ist umzusetzen und dies ohne große Investitionen.

 

Natürlich ob alle Punkte oben wirklich so zu treffen wie ich sie geschildert habe, kann ich dir nicht versprechen. Doch wenn du nur 50% der Punkte einmal umsetzen möchtest, dann wäre es doch super wenn dein Haus es könnte!

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Kommentare: 1
  • #1

    Lisa Weber (Mittwoch, 10 April 2019 12:46)

    Toller Beitrag! Gerade erst über <a href="https://www.google.com/">Google</a> gefunden.